COVID-19

Häufige Fragen rund ums Thema Versicherung & Vorsorge


Fragen betreffend Unfallversicherung 

Nachstehend finden Sie einen Link zur Website der SUVA, auf der zahlreiche Fragen zu COVID-19 im Zusammenhang mit der Unfallversicherung ausführlich beantwortet werden.

https://www.suva.ch/de-CH/material/Factsheets/corona-faq-fragen-und-antworten

Wird Ihre Frage hier nicht beantwortet? Dann lassen Sie sich von unseren Juristen über die Orionline unter der Nummer 0848 88 88 44 beraten. 


Erwerbsersatzentschädigung bei Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus

Vorbemerkung: Die folgenden Fragen und Antworten beruhen auf den letzten Aktualisierungen der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall per 1. Juli 2021.

Diese Verordnung sowie alle gesetzlichen Bestimmungen über die Taggelder, die im Falle von Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus gezahlt werden, wurden in den Jahren 2020 und 2021 zahlreichen Änderungen unterzogen. Daher muss, was vor einigen Monaten galt, heute nicht mehr unbedingt gelten. 

Nein. Wenn die Arbeit von zu Hause aus möglich ist, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Entschädigung. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Arbeit im Homeoffice verrichten, haben lediglich einen Entschädigungsanspruch, wenn tatsächlich ein Erwerbsausfall vorliegt, zum Beispiel, wenn Arbeitgebende den Lohn entsprechend kürzen.

Ja, ein Elternteil, der sich um ein unter Quarantäne stehendes Kind unter 12 Jahren kümmern muss und dadurch einen Einkommensverlust erleidet, hat Anspruch auf Erwerbsersatzentschädigung. Ebenso hat die unter Quarantäne gestellte Person Anspruch auf Erwerbsersatzentschädigung, wenn sie einen Einkommensverlust erleidet.

Zu beachten ist: 

  • Die Entschädigung wird ab Beginn der Quarantänemassnahme gezahlt und endet nach maximal sieben Taggeldern (Art. 3 Abs. 2 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall).
  • Die Entschädigung wird während der Schulferien nicht gezahlt, es sei denn, die Eltern können nachweisen, dass eine Betreuung geplant war und dass diese Betreuung aufgrund der Quarantäne nicht möglich ist.
  • Wenn beide Elternteile eines in Quarantäne befindlichen Kindes Anspruch auf die Entschädigung haben, wird nur eine Entschädigung pro versäumtem Arbeitstag gezahlt. Es ist nur eine Ausgleichskasse zuständig, nämlich diejenige des Elternteils, der seinen Anspruch zuerst geltend gemacht hat.
  • Wenn die Eltern von zu Hause aus arbeiten können (Homeoffice), muss der Verdienstausfall nachgewiesen werden.

Ja, solange Ihre Kinder unter 12 Jahre alt sind. Beachten Sie bitte Folgendes: 

  • Die Entschädigung wird ab dem vierten Tag* nach der Schliessung der Einrichtung oder der gegen die Person, die das Kind betreut hatte, angeordneten Quarantänemassnahme gezahlt. Die Zahlung endet mit der Aufhebung der Massnahmen (Art. 3 Abs. 1 und 4 der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall). 
  • Die Entschädigung wird während der Schulferien nicht gezahlt, es sei denn, die Eltern können nachweisen, dass eine Betreuung geplant war und dass diese Betreuung aufgrund der Quarantäne nicht möglich ist.
  • Wenn beide Elternteile eines in Quarantäne befindlichen Kindes Anspruch auf die Entschädigung haben, wird nur eine Entschädigung pro versäumtem Arbeitstag gezahlt. Es ist nur eine Ausgleichskasse zuständig, nämlich diejenige des Elternteils, der seinen Anspruch zuerst geltend gemacht hat.
  • Wenn die Eltern von zu Hause aus arbeiten können (Homeoffice), muss der Verdienstausfall nachgewiesen werden. 

* Die ersten drei Tage gehen nach den arbeitsrechtlichen Vorschriften grundsätzlich zulasten des Arbeitgebenden, jedoch sind im öffentlichen Recht auch andere Lösungen möglich. 

Die Erwerbsausfallentschädigung beträgt 80 % Ihres durchschnittlichen Erwerbseinkommens, das Sie vor Beginn des Entschädigungsanspruchs erzielt haben. Sie darf jedoch 196 Franken pro Tag nicht übersteigen (Art. 5 der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall). 

Zum Durchschnittseinkommen gehören alle Einkünfte, die zum massgebenden Lohn im Sinne von Artikel 5 Absatz 2 des AHVG gehören, d. h. insbesondere Lohnbestandteile, die regelmässig, einmal pro Jahr oder in Abständen von mehreren Monaten ausbezahlt werden, wie z. B. der dreizehnte Lohn oder Gratifikationen. 

Beispiel für Personen, die monatlich bezahlt werden: 

  • Bei einem Monatslohn von CHF 4'500, der 13-mal pro Jahr ausbezahlt wird, beträgt der zu berücksichtigende durchschnittliche Monatslohn CHF 4'875 (4'500 x 13 /12).
  • Die Erwerbsausfallentschädigung beträgt somit 130 Franken pro Tag.

Berechnung: (4'875 x 80 %) / 30 

Hinweis: Bei Personen mit stark schwankendem Einkommen wird die Entschädigung ausschliesslich auf der Grundlage des Einkommens der letzten drei Monate berechnet (siehe «Kreisschreiben über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus», Nummer 1063).

Gemäss Artikel 5 der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall wird das Taggeld für Selbstständigerwerbende auf der Grundlage des im Jahr 2019 erzielten Einkommens berechnet. Zu diesem Zweck berücksichtigt die Kasse den Akontobeitrag für 2019 (der häufig niedriger ist als die Endabrechnung).

Liegt jedoch zum Zeitpunkt der Festsetzung der Entschädigung die definitive Steuerveranlagung für 2019 bereits vor, ist diese laut «Kreisschreiben über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus» als Berechnungsgrundlage heranzuziehen. Es liegt daher in Ihrem Interesse zu prüfen, ob Ihr Einkommen auf der Grundlage dieser Steuerveranlagung ermittelt werden kann und ob dies für Sie günstiger ist.

Ausnahme: Wenn Sie bereits nach der bisherigen Verordnung, d. h. vor dem 16. September 2020, eine Erwerbsausfallentschädigung erhalten haben, bleibt die Berechnungsgrundlage dieselbe und eine Neuberechnung ist ausgeschlossen (Art. 5 Abs. 2bis COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall). Es ist des Weiteren nicht mehr möglich, nachträglich eine günstigere Steuerveranlagung nach der Festsetzung der Entschädigung geltend zu machen (Art. 5 Abs. 2ter der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall). 

Zur konkreten Berechnung: Das nach den oben genannten Grundsätzen berücksichtigte Jahreseinkommen muss mit 0,8 (oder 80 Prozent) multipliziert und dann durch 360 Tage geteilt werden. Die Corona-Erwerbsausfallentschädigung ist jedoch auf 196 Franken pro Tag begrenzt – umgerechnet also auf ein maximales Jahreseinkommen von 88’200 Franken


Fragen betreffend Arbeitslosenkasse/RAV

Nein, Ihr Arbeitgeber muss Ihnen 100 % Ihres Gehalts weiterzahlen. Er kann Sie jedoch unter Einhaltung der Kündigungsfrist aus wirtschaftlichen Gründen entlassen.

Nein, eine solche Pflicht wäre höchstens dann denkbar, wenn Arbeitgebende bei Arbeitnehmenden objektiv und nachweisbar entsprechende Erwartungen geweckt oder mit ihnen gar eine vertragliche Regelung zu diesem Punkt getroffen hätten. Wenn der Arbeitnehmer in die Kurzarbeit einwilligt, ist ihm klar, dass er auch eine Lohnreduktion zu gewärtigen hat. Dies gilt für Arbeitnehmende im Hochlohnsegment ebenso wie für jene, deren Löhne sich unterhalb des Maximums der Kurzarbeitsentschädigung bewegen. 

Hier geht es zum Online-Rechner für Kurzarbeitsentschädigung

Nein, es ist nicht missbräuchlich, wenn Ihnen aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt wurde. Anders verhält es sich, wenn Arbeitgebende grundsätzlich Arbeitnehmenden kündigen, die Kurzarbeit ablehnen, weil sie die Ausübung deren Ablehnungsrechts missbilligen. Dies wäre missbräuchlich.

Ja, das stimmt leider. Das während des Urlaubs bezogene Gehalt beläuft sich während Perioden von Kurzarbeit auf denselben Betrag, den man erhalten würde, wenn man in dieser Zeit arbeiten würde. Es wird die Arbeitszeit berücksichtigt, die man tatsächlich im Unternehmen arbeiten könnte.

Anzumerken ist, dass der Arbeitgebende je nach den Umständen sogar während Kurzarbeit Ferien anordnen kann. Diese Frage ist jedoch im Einzelfall zu prüfen. Sollten Sie mit einer solchen Situation konfrontiert werden, wenden Sie sich bitte an unsere Juristen von Orionline (Tel. 0848 88 88 44).

Während einer Krankheit besteht kein Anspruch auf Kurzarbeit. Der Arbeitnehmende kann seine Rechte gegenüber seinem Arbeitgebenden gemäss Artikel 324a OR geltend machen. Somit gilt:

  • Entweder er ist über eine Krankentaggeldversicherung versichert und erhält die entsprechenden Entschädigungen
  • oder er ist nicht versichert und erhält Leistungen nach der Berner Skala. 

Weitere Informationen erhalten Sie von unseren Juristen über die Orionline unter der Nummer 0848 88 88 44.


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