COVID-19

Häufige Fragen rund ums Thema Reisen

Allgemeiner Hinweis: Sie finden auf der Website des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BaZl) weitere nützliche Hinweise betreffend Flugreisen im Zusammenhang mit dem Coronavirus: 
Mehr

Ihr Anliegen hat sich nicht mit untenstehenden FAQ geklärt? Kontaktieren Sie unsere Juristinnen und Juristen der Orionline. Sie helfen Ihnen gerne weiter.

Ja, grundsätzlich haben Sie als Passagier die Möglichkeit, bei annullierten Flügen – unabhängig von der Fluggesellschaft – die Ticketkosten zurückzuverlangen. Das gilt für alle Abflüge aus EU-Staaten, der Schweiz, Norwegen und Island und ergibt sich aus der EU-Fluggastverordnung (Nr. 261/2004). Ihren Anspruch müssen Sie zuerst direkt bei Ihrer Fluggesellschaft anmelden. In der aktuellen Situation kann es dabei zu (noch) längeren Wartezeiten für die Bearbeitung Ihrer Anmeldung kommen als üblich.

Tipp: Wenn Sie nach zwei Monaten immer noch auf eine Reaktion der Airline warten, stellt das BAZL ein Anzeigeformular zur Verfügung:

Hier geht es zum BAZLMeldeformular

Ja, grundsätzlich schon. Die Rechtslage könnte sich jedoch von heute auf morgen ändern: In der Corona-Krise ist die Lösung vieler Fluggesellschaften, Gutscheine anzubieten, aufgrund ihrer finanziellen Probleme das Mittel der Wahl. Wir empfehlen Ihnen, abzuwägen, ob es Ihnen möglich ist, die Reise umzubuchen oder zu einem späteren Zeitpunkt anzutreten, da dies die momentane Wirtschaftslage positiv unterstützt. Ob für Fluggesellschaften ein Anspruch geschaffen wird, Rückerstattungen nur als Gutscheine auszustellen, ist derzeit gemäss dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BaZl) Gespräch in der EU. Solange diese Frage nicht entschieden ist, bearbeitet das BaZl momentan keine Sanktionsverfahren betreffend Ticketkostenrückerstattung. Sie müssten deshalb Ihre Forderung auf dem zivilrechtlichen Weg geltend machen, das heisst, wenn Sie sich mit der Fluggesellschaft nicht einigen können, müssten Sie die Forderung vor Zivilgericht einklagen.

Nein, ein solches Angebot muss vom Reisegast akzeptiert werden, was bedeutet, dass die Fluggesellschaft nicht ohne Ihre Zustimmung einfach einen Gutschein ausstellen kann. Wir empfehlen Ihnen, der Fluggesellschaft umgehend schriftlich mitzuteilen, wenn Sie mit einem Gutschein nicht einverstanden sind. 

Sie haben ein Recht auf Umbuchung (vergleichbarer Alternativflug zum frühestmöglichen oder einem späteren Zeitpunkt nach Ihrer Wahl) oder auf die vollständige Rückerstattung der Ticketkosten. Viele Fluggesellschaften bieten aufgrund der aktuell wirtschaftlich schwierigen Lage Gutscheine an. Ob Sie statt Geld auch einen Gutschein annehmen müssen, wird in der Politik noch diskutiert.

Nein. Wenn Sie selbst aus freien Stücken wegen persönlichen Gründen – wie zum Beispiel Angst oder Respekt vor Corona – stornieren wollen, dann gelten die Stornierungsbedingungen der Fluggesellschaft (AGB) und die Versicherungsbedingungen einer allfälligen Reiseversicherung. In der Regel erhalten Sie jedoch die Flughafengebühren sowie allfällige Steuern zurück. Anders sieht es aus, wenn Ihre Stornierung damit zu tun hat, dass ein gesundheitliches Risiko vorliegt (zum Beispiel offizielle Reisewarnung). In diesem Fall haben Sie Anrecht auf eine Rückerstattung.

Nein. Wenn keine Reisewarnung des EDA für Ihre Destination vorliegt und die Reise wie geplant durchgeführt werden kann, müssen Sie allfällige Stornogebühren für eine Reise oder einen Hotelaufenthalt selbst tragen. Aktuell bieten viele Reisebüros aus Kulanz kostenfreie Stornierungen oder Umbuchungen bereits gebuchter Reisen an, selbst wenn keine offizielle Reisewarnung vorliegt. Wir empfehlen Ihnen, das Reiseunternehmen direkt zu kontaktieren, um dessen aktuelle Handhabung zu erfragen.

Es werden seit dem 9. März 2020 keine länderspezifischen Warnungen mehr ausgesprochen, weil laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) in fast allen Regionen der Welt das Risiko einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus besteht. Wenn sich die gesundheitliche Gefährdung in einem bestimmten Land enorm verschlechtert, zum Beispiel wegen schlechter Gesundheitsversorgung, eingeschränkter Hygiene usw., kann das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) dennoch eine explizite Reisewarnung aussprechen.

Nein, wenn keine Reisewarnung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vorliegt, grundsätzlich nicht. Je nach Reiseversicherung (Versicherungsbedingungen) kann auch etwas anderes vereinbart sein.

Ja, bei der Dossiergebühr oder eben «Auftragspauschale» handelt es sich um Honorar für Dienstleistungen wie Beratung, administrative Tätigkeiten, Versand usw., das in Bezug auf das Kundendossier erhoben wird. Die meisten Anbieter erheben eine solche Pauschale. Es ist rechtens, weil es sich um bereits entstandenen Dossierführungsaufwand handelt. Wir empfehlen Ihnen, Ihr Reisebüro zu kontaktieren, weil die Anbieter oft kulant sind und Ihnen die Pauschale schliesslich doch zurückerstatten.

Die Luftfahrtunternehmen müssen betroffene Fluggäste in angemessener Weise während der Wartezeit betreuen. Das kann bis zur Unterbringung in einem Hotel (auf Kosten der Airline) führen, wenn dies notwendig ist. 

Achtung, es gibt Ausnahmen: Sie erhalten keine solchen Ausgleichszahlungen, wenn … 

  • Sie sich mit der vollständigen Rückerstattung der Flugticketkosten einverstanden erklärt haben oder
  • wenn Sie sich auf eigenen Wunsch für eine Ersatzbeförderung zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden oder
  • wenn Sie mindestens zwei Wochen vor der planmässigen Abflugzeit unterrichtet werden oder
  • wenn die Annullierung aufgrund von aussergewöhnlichen, unvermeidbaren Umständen erfolgt ist. Die Europäische Kommission hat unter anderem dafür Auslegungsleitlinien von betroffenen EU-Verordnungen

Hilfe: Falls Sie glauben, einen Anspruch zu haben, und die Fluggesellschaft Ihnen diesen verweigert, können Sie das hierfür vorgesehene Onlineformular auf der Webseite des BAZL ausfüllen.

Bitte beachten Sie, dass sich die Rechtslage derzeit rasch ändern kann. Es ist deshalb nicht auszuschliessen, dass einige Angaben in der Zwischenzeit überholt sind. Wir bemühen uns um stetige Aktualisierung, können die 100%ige Richtigkeit jedoch im Einzelfall nicht garantieren. Bei Unsicherheiten kontaktieren Sie am besten unsere Juristinnen und Juristen der Orionline. 

Wir beraten Sie gerne!

KUNDEN-SERVICE 061 285 27 27

KONTAKT

Wir nutzen Cookies, um unsere Webservices und Angebote zu optimieren. Mehr erfahren.